Bodendecker

Egal, ob schattige Stellen unter Bäumen, oder kahle Stellen im Steingarten - Bodendecker sind wahre Überlebenskünstler und eignen sich für Stellen im Garten, an denen keine andere Pflanze wachsen möchte. Und dabei sehen Bodendecker nicht nur besonders hübsch aus und machen kahle Stellen wieder grün - sie sind auch noch sehr nützliche Waffen im Kampf gegen Unkraut im Garten. Denn wer einen Garten hat, der kennt das leidige Thema mit dem Unkraut im Beet. Mit unseren Bodendeckern sind Sie absolut auf der richtigen Seite - auch, wenn Sie im Garten im Schatten stehen. Entdecken sie unser umfangreiches Sortiment und lassen Sie sich von bunten Blüten und grünen Blättern verzaubern.

54 Artikel

  

Was sind Bodendecker?

Der überwiegende Teil der Bodendecker zählt zu den Stauden oder Ziergehölzen und hat seinen natürlichen Lebensraum an Gehölzrändern oder auch unmittelbar unter Bäumen und Sträuchern. Weil es dort jedoch oftmals nur wenig Licht gibt, ist ihr Wuchs eher gedrungen. Allerdings haben sie eine eigene Strategie ausgeklügelt, durch die die Erschließung ihres Lebensraumes trotzdem zuverlässig gelingt. So erschließen sie mithilfe ihrer teils meterlangen Triebe Stück für Stück des Bodens um sie herum und verknüpfen sich mit ihren nächstgelegenen Artgenossen. So entsteht nach einer Weile eine geschlossene, aber trotzdem wasserdurchlässige Unterpflanzung, die den Boden und seine Struktur behütet.

Vor allem für die eher schwierigen Bereiche des Gartens, wie etwa Plätze mit viel Schatten unter größeren Gehölzen oder Hänge bietet sich eine Bepflanzung mit anspruchslosen Bodendeckern äußerst gut an. Denn hier übernehmen die Stauden und Gehölze, die den Boden übersähen, wichtige Aufgaben. So beschatten sie etwa den Boden und beugen so dessen Austrocknung vor. Doch auch Hänge werden mit ihrem festen Wurzelwerk vor dem Abrutschen geschützt, wodurch gleichzeitig Nährstoffe im Boden gehalten werden. Auch der Lebensreim zahlreicher Kleinstlebewesen bleibt hierdurch erhalten. Bodendecker verfügen daher über einen unschätzbaren Wert, der nicht nur die Optik anbelangt. Auch aus ökologischer Sicht sind sie ein wichtiges Element eines intakten und funktionsfähigen Gartens.

 

Bodendecker gegen Unkraut - und weitere Einsatzmöglichkeiten

Mit Hilfe der Bodendecker lassen sich vor allem diejenigen Gartenbereich beleben, bei denen wegen des Lichtmangels oder auch der Wurzelkonkurrenz oftmals Probleme mit anderen Pflanzen zu erwarten sind. Dies ist oft bei Plätzen unter großen Gehölzen oder in eher dunklen Gartenteilen der Fall. Da sollten Sie lieber bodendeckende Pflanzen als Rasen sähen, da Gräser ohne ausreichend Licht nicht richtig gedeihen. Wo einfach nur einige Gehölze als Sichtschutz angepflanzt wurden, lassen sich zudem spannende Effekte durch die Kombination verschiedener Pflanzen dieser Art erzielen. Auf diesem Weg können Sie zum Beispiel eher langweilige Gehölzpflanzungen optisch immens aufwerten.

Für einen regelrechten Frühjahrseffekt in ihrem Garten können sie außerdem frühblühende Blumenzwiebeln zusammen mit den bodendeckenden Stauden anpflanzen, wobei sie die Zwiebeln bestenfalls zeitgleich mit den Stauden setzen. Mehr noch lassen sich Hänge oder Böschungen durch eine Bepflanzung mit bodendeckenden Stauten befestigen, sodass diese nicht abrutschen. Doch ganz gleich für welchen Zweck Sie Stauden einsetzen: mit der Zeit bilden sie grüne, florierende und blühende Teppiche, die sowohl optisch ansprechend als auch gut für den Boden sind.

Bodendecker können auch an Stellen gepflanzt werden, die sie oft betreten. Hier gilt es beim Kauf aber unbedingt zu beachten, dass die ausgewählte Art auch tatsächlich hierfür geeignet ist.

Selbstverständlich lassen sich die richtigen bodendeckenden Pflanzen auch hervorragend in Kombination mit größeren Gehölzen, Rosen, Bambus oder anderen Stauden verwenden. Immerhin verfügen gut durchdachte Pflanzungen stets auch über einen Teil an Pflanzen, die Lücken im Gebilde schließen! Hierdurch lässt sich der Pflegeaufwand immens verringern sowie eine optische Verknüpfung der verschiedenen Höhen der Pflanzung schaffen.

 

Bodendecker wie und wann pflanzen?

Zunächst sollten Sie dringend beachten, das Beet vor einer Bepflanzung mit Bodendeckern von Unkraut zu bereiten, sodass ihre Bodendecker wirklich den gesamten Boden umfassen können. Wildkräuter und Fremdbewuchs aller Art können das Gedeihen der jungen Pflanzen erheblich behindern und sollten daher im Vorlauf der Pflanzung aus dem Erdreich beseitigt werden. Im Fokus sollte hier die Beseitigung der Wurzelunkräuter Giersch und Ackerschachtelhalm liegen, da im Erdreich verbleiden Wurzelreste neue Störenfriede bilden können. Um die Wurzeln nachhaltig zu entfernen, empfiehlt sich in jedem Falle das Lockern des Bodens mit einer Grabegabel.

 

Der eigentliche Pflanzvorgang und die Ansprüche von Standort sowie Boden sind dabei natürlich immer sehr stark von der ausgewählten Art von Bodendecker abhängig. Hier lassen sich allerdings keine generellen Aussagen treffen! Deshalb sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass die Beschaffenheit ihres Standorts zu den Bedürfnissen der einzelnen Pflanze passt. Auch die Antwort auf die Frage, wie viele Bodendecker man pro Quadratmeter denn pflanzen sollte, ist stark von der jeweiligen Art der Pflanze abhängig. Gemeinhin werden die Stückzahlen pro Quadratmeter aber ohnehin auf dem Pflanzenetikett oder -beschreibung vermerkt. Als ungefähre Orientierung können Sie jedoch mit sicher 10 bis 15 Pflanzen auf einem Quadratmeter Fläche rechnen, wobei diese allerdings je nach Pflanzen variieren können. So etwa beim Efeu, der derart stark wächst, sodass hier sogar nur vier Pflanzen pro Quadratmeter absolut genügen.

Behalten Sie aber im Hinterkopf: Auch eine gute bodendeckende Bepflanzung braucht selbst bei richtigem Pflanzabstand mitunter zwei bis drei Jahre, um sich schließlich geschlossen auszubilden!

Schließt sich selbstverständlich die Frage an, wann Sie Bodendecker pflanzen können, damit sie am besten Einwachsen. Die geeignetste Zeitspanne für ihre Bepflanzung liegt zwischen Spätsommer und Herbst, da zu dieser Zeit nur wenig Unkraut wächst, sodass die jungen Pflanzen mehr Raum haben, um, Wurzeln zu schlagen. Bereits im Frühjahr verfügen sie dann bereits über einen guten Vorsprung gegenüber dem Unkraut und sind so in der Lage, sich beim Kampf um den verfügbaren Boden durchzusetzen.

 

Bodendecker schneiden - Pflege für bodendeckende Pflanzen

Bis die Flächen zwischen den einzelnen Bodendeckern vollständig geschlossen sind, ist es ratsam, regelmäßig jegliche Wildkräuter zu entfernen. Denn zu spätes Eingreifen könnte bedeuten, dass einzelne oder gar alle Pflanzen verdrängt werden.

Die Arbeit können Sie sich durch Mulchen der Flächen mit Rindenmulch oder Pinienrinde enorm vereinfachen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Sie vor dem Milchen eine ausreichende Menge Hornspäne in den Boden einarbeiten sollten, da sie somit einer Unterversorgung mit Stickstoff zuvorkommen können. Die Mulchschicht darf dabei allerdings nicht zu dick aufgebracht werden, da sich Ihre Pflanzen sonst schlechter ausbreiten können.

 

Sie sollten unbedingt vermeiden zwischen den einzelnen Bodendeckern zu hacken. Mit der Hacke ist es recht wahrscheinlich, dass bereits geschlagenes Wurzelwerk zerstört und so der Flächenschluss verhindert wird. Ziehen Sie Wildkräuter deshalb ausschließlich mit der Hand!

 

Nachdem die Pflanzen vollständig zusammengewachsen sind, benötigen sie hingegen nur noch wenig Pflege. Diese sollte aber dann aber auf ihre Pflanzenart angepasst sein. Während Arten wie das „große Immergrün“ einen regelmäßigen Rückschnitt benötigen, sind andere Varianten pflegeleichter und bedürfen weniger Eingriffe. Wichtig ist, dass Sie sich im Voraus über die spezifischen Pflegebedürfnisse Ihrer neuen Gartenbewohner erkundigen.

Eine zusätzliche Düngung oder Wasserversorgung ist in der Regel nicht nötig!

 

Die meisten Bodendecker sind winterhart

Der überwiegende Teil der Bodendecker gilt als winterbeständig. Im Falle von Kahlfrösten sind sie hingegen mitunter bedroht und sollten daher bestenfalls unter einer schützenden Decke von Laub liegen. Die Laubschicht sollte allerdings weniger als vier Zentimeter dick sein, sodass die Pflanzen nicht von ihr beeinträchtigt werden.

Vorsicht sollte bei immergrünen Arten walten, da sie im Winter wegen ihrer Blätter auf Licht angewiesen ist. Hier ist es gemeinhin empfehlenswert, die Pflanzen nur zeitweise zu bedecken und die Schutzhülle zu beseitigen, wenn die Witterung dies zulässt.